Wer zahlt für Kultur?
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Die Frage, ob Theater, Orchester und Museen aus öffentlichen Mitteln finanziert werden sollen, kehrt in Haushaltsdebatten mit schöner Regelmäßigkeit wieder.
Befürworter argumentieren, kulturelle Einrichtungen seien Teil der Daseinsvorsorge; ihr Wert lasse sich ebenso wenig in Eintrittskarten messen wie der einer Bibliothek in ausgeliehenen Büchern.
Kritiker halten dem entgegen, dass in erster Linie ein ohnehin gebildetes Publikum subventioniert werde. Untersuchungen zur Zusammensetzung des Publikums stützen diesen Einwand durchaus.
Der Direktor eines Stadttheaters räumte in einem Gespräch ein, sein Haus habe dieses Problem lange unterschätzt. Man habe geglaubt, ein gutes Programm ziehe von selbst ein breites Publikum an; heute wisse man, dass Zugang aktiv hergestellt werden müsse.
Die eigentliche Streitfrage lautet daher weniger, ob Kultur gefördert wird, sondern unter welchen Bedingungen – und für wen.