Hitze in den Städten
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Dass es in dicht bebauten Vierteln im Sommer deutlich wärmer ist als im Umland, ist seit Langem bekannt. Neu ist das Ausmaß, in dem dieser Effekt inzwischen die Gesundheit belastet.
Verantwortlich sind versiegelte Flächen, die tagsüber Wärme aufnehmen und sie nachts wieder abgeben. Die dadurch ausbleibende nächtliche Abkühlung wirkt sich vor allem auf ältere Menschen aus.
Als Gegenmaßnahmen werden Begrünung, helle Fassaden und die Entsiegelung von Flächen genannt. Ihre Wirkung ist unbestritten, ihr Tempo jedoch begrenzt: Ein Baum, der heute gepflanzt wird, spendet in nennenswertem Umfang erst in zwanzig Jahren Schatten.
Eine Stadtplanerin wies darauf hin, dass die kostengünstigsten Maßnahmen häufig übersehen würden. Ein einziges Sonnensegel über einem Spielplatz koste einen Bruchteil dessen, was ein Umbau verschlinge, wirke aber vom ersten Tag an.
Der Hinweis ist berechtigt. Er entbindet allerdings nicht von der Aufgabe, die langfristigen Maßnahmen jetzt zu beginnen.