Die Rückkehr der Produktion
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Jahrzehntelang galt die Verlagerung der Produktion in Länder mit niedrigeren Kosten als betriebswirtschaftlich zwingend. Seit einigen Jahren ist eine gegenläufige Bewegung zu beobachten.
Ausgelöst wurde das Umdenken weniger durch politische Vorgaben als durch handfeste Erfahrungen: unterbrochene Lieferketten, stark schwankende Frachtkosten und die Erkenntnis, dass ein niedriger Stückpreis wenig nützt, wenn die Ware nicht ankommt.
Von einer flächendeckenden Rückverlagerung kann dennoch keine Rede sein. Betroffen sind vor allem Produkte, bei denen Lieferfähigkeit wichtiger ist als der Preis, sowie Fertigungen, die sich weitgehend automatisieren lassen.
Ein Geschäftsführer, dessen Betrieb einen Teil der Fertigung zurückgeholt hat, äußerte sich nüchtern: Billiger sei es nicht geworden, wohl aber planbarer. Diese Planbarkeit habe einen Preis, den man bewusst zahle.
Ob die Entwicklung anhält, dürfte weniger von Absichtserklärungen abhängen als davon, wie stabil die weltweiten Transportwege bleiben.