Lernen von null · C2 · Kapitel 3 · Lektion 4 von 4
Was man mitschreibt
What you write down — Einen langen Text wiedergeben
Diese Lektion ist im vollen Zugang
Der ganze Kurs A1.1 ist frei – 20 Lektionen von der ersten Stunde an. Alle weiteren Stufen gehören zum vollen Zugang: einmal bezahlen, alles offen.
Vollen Zugang ansehenDialog
EliasIch habe vierzig Seiten gelesen und zwanzig Seiten mitgeschrieben.
Frau NovotnyDann haben Sie abgeschrieben, nicht exzerpiert.
EliasWie viel ist richtig?
Frau NovotnyAls Faustregel eine Seite auf zwanzig. Ein Exzerpt ist eine Auswahl, keine zweite Fassung.
EliasUnd was wähle ich aus?
Frau NovotnyNur die Schlüsselstellen. Alles, was Sie in eigenen Worten behalten können, schreiben Sie gar nicht auf.
EliasWie schreibe ich es auf?
Frau NovotnyZwei Spalten. Links das Stichwort, rechts die Aussage. So finden Sie es in einem Jahr wieder.
EliasUnd die Seitenzahl?
Frau NovotnyRechts, hinter jede einzelne Aussage. In die Kopfzeile kommen Verfasser, Jahr und Titel.
EliasWas mache ich mit wörtlichen Stellen?
Frau NovotnyAnführungszeichen sofort setzen. Wer das später macht, weiß nicht mehr, was fremd war und was eigen.
EliasDas ist der teuerste Fehler.
Frau NovotnyUnd der häufigste.
Wörter
-
das Exzerpt, die Exzerpte — the excerpt
Ein Exzerpt ist kürzer als eine Zusammenfassung.
-
exzerpieren — to excerpt
Beim ersten Lesen exzerpiert man nie.
-
die Mitschrift, die Mitschriften — the notes taken
Ihre Mitschrift war sauber und übersichtlich.
-
mitschreiben — to take notes
Wer alles mitschreibt, hört nicht zu.
-
das Notat, die Notate — the note
Jedes Notat trägt oben die Quelle.
-
die Randspalte, die Randspalten — the margin column
In der Randspalte stehen die Stichwörter.
-
das Stichwortverzeichnis, die Stichwortverzeichnisse — the index of keywords
Am Ende entsteht ein kleines Stichwortverzeichnis.
-
die Schlüsselstelle, die Schlüsselstellen — the key passage
Pro Kapitel gibt es zwei Schlüsselstellen.
-
die Karteikarte, die Karteikarten — the index card
Eine Karteikarte trägt genau einen Gedanken.
-
das Merkzeichen, die Merkzeichen — the mark, the flag
Ein Merkzeichen am Rand genügt.
-
der Seitenrand, die Seitenränder — the margin
Am Seitenrand ist Platz für Fragen.
-
die Kopfzeile, die Kopfzeilen — the header line
In der Kopfzeile stehen Verfasser und Jahr.
-
die Zeilennummer, die Zeilennummern — the line number
Bei Gedichten notiert man die Zeilennummer.
-
das Wiederfinden — finding it again (no plural)
Ein Exzerpt lebt vom Wiederfinden.
Grammatik
DAS EXZERPT
The excerpt
- AN EXZERPT IS A SELECTION, NOT A SECOND VERSION OF THE TEXT. Its whole purpose is that you can use it in a year without opening the original again. Everything in this lesson follows from that one purpose.
- THE THREE TEXT TYPES OF THIS CHAPTER, side by side, so you stop confusing them: Inhaltsangabe für einen anderen Leser, Präsens, ein Fünftel Paraphrase eine Stelle in eigenen Sätzen, gleiche Länge Exzerpt für dich selbst, Stichworte, ein Zwanzigstel The Exzerpt is the only one of the three that nobody else ever reads.
- THE AMOUNT IS ROUGHLY ONE PAGE IN TWENTY — but the number is only the check. The rule for choosing: write down only what you could NOT reproduce in your own words. Everything you understood well enough to say yourself does not need to be copied — it needs to be understood once, and that has already happened.
- THE SHAPE IS TWO COLUMNS AND A HEADER: Kopfzeile Verfasser, Jahr, Titel links das Stichwort (ein bis zwei Wörter) rechts die Aussage und die Seitenzahl The left column later becomes your Stichwortverzeichnis. That is what makes the difference between notes you use and notes you have.
- THE MOST EXPENSIVE MISTAKE IS THE ONE EVERYBODY MAKES: putting the quotation marks in later. Six weeks on you cannot tell your sentence from the author's, and then either you drop a good passage or you commit a Plagiat by accident. Marks go in at the moment of writing, not at the end.
Zweck in einem Jahr benutzbar, ohne das Original
drei Sorten Inhaltsangabe (für andere, Präsens, 1/5)
Paraphrase (eine Stelle, gleiche Länge)
Exzerpt (für dich, Stichworte, 1/20)
Auswahl nur, was du NICHT in eigenen Worten behältst
Form Kopfzeile: Verfasser, Jahr
links Stichwort — rechts Aussage + Seite
Regel Anführungszeichen SOFORT setzen
Tipp: Never excerpt on the first reading. On the first pass you cannot yet tell what is important, so you write down everything — and that is exactly how twenty pages of notes come out of forty pages of book.
Beispiele
- Ein Exzerpt ist eine Auswahl, keine zweite Fassung.
- Links das Stichwort, rechts die Aussage.
- Anführungszeichen sofort setzen.
Übungen
-
Aufgabe 1 — Für wen ist ein Exzerpt? / Who is an excerpt for?
(a) für den Prüfer (b) für dich selbst (c) für den Verfasser
Lösung
(b) für dich selbst. Es ist der einzige der drei Texte, den niemand sonst liest.
-
Aufgabe 2 — Wie viel schreibt man mit? / How much do you write down?
(a) die Hälfte (b) ein Fünftel (c) ein Zwanzigstel
Lösung
(c) ein Zwanzigstel. Ein Fünftel ist die Inhaltsangabe.
-
Aufgabe 3 — Was schreibt man NICHT auf? / What do you not write down?
(a) was du in eigenen Worten behalten kannst (b) die Schlüsselstellen (c) die Seitenzahl
Lösung
(a) was du in eigenen Worten behalten kannst. Das hast du schon verstanden.
-
Aufgabe 4 — Richtig oder falsch? / True or false?
Die Anführungszeichen setzt man am besten am Ende, wenn man Ordnung macht.
Lösung
falsch / false. Sofort. Später weiß man nicht mehr, was fremd war — und dann entsteht ein Plagiat aus Versehen.
-
Aufgabe 5 — Wohin mit der Seitenzahl? / Where does the page go?
Oben auf dem Blatt stehen Verfasser, Jahr und Titel. "Die Seitenzahl kommt nach rechts, hinter jede ______."
Lösung
Aussage. (Hinter jede einzelne Aussage.)
Mini-Test
-
Frage 1
Nenne die drei Textsorten dieses Kapitels und für wen jede gedacht ist.
Lösung
Die Inhaltsangabe für einen anderen Leser, die Paraphrase für eine einzelne Stelle im eigenen Text, das Exzerpt für dich selbst.
-
Frage 2
Nach welcher Regel wählst du aus, was ins Exzerpt kommt?
Lösung
Nur, was du NICHT in eigenen Worten behalten könntest. Alles andere hast du schon verstanden.
-
Frage 3
Warum darf man die Anführungszeichen nicht später setzen?
Lösung
Weil man nach ein paar Wochen den eigenen Satz nicht mehr vom fremden unterscheidet. Dann entsteht ein Plagiat aus Versehen.